Vortragsabend über die frühchristliche «Ökumene» in Nordafrika
Julian Schuler und Mouez Khalfaoui berichten von einer interreligiösen Projektreise nach Tunesien und werfen einen spannenden Blick auf die frühchristliche «Ökumene» in Tunesien und auf Augustinus. In der Spätantike war das Christentum rund um das Mittelmeer (und darüber hinaus) die bestimmende Religion. Von Nordafrika aus prägte Augustinus als Theologe, Philosoph und Kirchenvater das europäische Denken über viele Jahrhunderte. Ab 630 setzte die islamische Expansion ein, in deren Folge die Araber 636 Palästina und Syrien, 640/42 Ägypten und bis 698 ganz Nordafrika eroberten. Nach damaliger Auslegung des islamischen Gesetzes waren die muslimischen Herrscher dazu verpflichtet, die Gegenwart anderer Buchreligionen – also Christen, Juden und in Persien die Zoroastrier – zu tolerieren.
